„Das Leben kann man nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.“ – Søren Kierkegaard
Wenn ein Stakeholder nicht an das Projekt glaubt – und dies nicht offen sagt –, sabotiert er es letztendlich passiv: Er verzögert Entscheidungen, gibt wichtige Informationen nicht weiter und erzeugt Misstrauen im Team.
Und das ist nicht nur anstrengend... es kann auch Projekte und Beziehungen zerstören.
Denn es genügt nicht, einfach nur ja zu sagen.
Bei komplexen Projekten liegt das eigentliche Risiko selten in den Zahlen, sondern in den Menschen, die Ja sagen, auch wenn wir zu spät merken, dass es eigentlich ein Nein war.

In unserem Fall, wo wir nur bezahlt werden, wenn wir Projekte erfolgreich abschließen, ist es umso wichtiger, diese „Neins“ rechtzeitig zu erkennen.
Und ich frage mich: Was steckt hinter diesen „Ja“-Antworten, die eigentlich „Nein“-Antworten sind? Unter anderem fallen mir folgende Gründe ein:
🔹Sie wollen Informationen erhalten, ohne sich festzulegen.
🔹Sie befürchten, dass wir bessere Ergebnisse erzielen werden als sie.
🔹Sie wollen sich nicht mit Entscheidungen innerhalb ihrer Organisation auseinandersetzen.
🔹Sie versuchen, ihre Verantwortung zu verwässern, ohne dies direkt auszusprechen.
Obwohl Kierkegaards Zitat Sinn ergibt, glaube ich, dass die eigentliche Herausforderung darin besteht, wie es weitergehen soll:
🔹Wie können wir Räume schaffen, in denen Zweifel zeitnah geäußert werden können?
🔹Wie können wir lernen, jene „Jas“, die eigentlich keine Jas sind, besser zu deuten?
Denn letztendlich ist das Wertvollste, was wir verlieren, wenn Unklarheit herrscht, die Zeit. Und niemand – weder Einzelpersonen noch Unternehmen – sollte sich erlauben, sie zu vergeuden.






























































































