Ab dem 1. Juli 2026 entfällt die langjährige EU-Zollfreigrenze von 150 €. Jedes Paket, das aus einem Nicht-EU-Land – einschließlich Großbritannien – in die EU eingeführt wird, unterliegt dann unabhängig vom Wert der Zollgebühr. Zusätzlich fallen neue Bearbeitungsgebühren pro Paket an, und es gelten verpflichtende Deklarationspflichten für jeden einzelnen Artikel.
Die in Großbritannien geltende Schwelle von 135 Pfund bleibt vorerst bestehen, soll aber bis März 2029 abgeschafft werden.
Wichtigste Änderungen, Termine und Betroffene:

Beispiel:
Ein britischer Einzelhändler, der einen Artikel im Wert von 25 € an einen Verbraucher in Deutschland versendet, profitiert derzeit von einer vereinfachten Einfuhrbehandlung für geringwertige Waren. Nach der neuen Regelung können für die Sendung zollbezogene Daten auf Artikelebene erforderlich sein, Zollabfertigungsgebühren anfallen und gegebenenfalls zusätzliche Zölle und Bearbeitungskosten entstehen.
Operative Auswirkungen und Maßnahmen:
Sofortige Prioritäten (vor dem 1. Juli 2026)
• Überprüfung der Dienstleistungen: Klären Sie ab, wie die Dienstleistungen Ihrer derzeitigen EU-Paketdienstleister unter den neuen Vorschriften zur Artikeldeklaration funktionieren werden – und welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen.
• IOSS-Registrierung: Falls Sie noch nicht registriert sind, prüfen Sie die Möglichkeit erneut. Sendungen, die nicht dem IOSS-Standard entsprechen, unterliegen ab Juli der Zollabfertigung im Zielland, was zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen führt.
• System-/Datenbereitschaft: HS-Codes, deklarierte Werte, Ursprungsland und Händler-IDs müssen zum Zeitpunkt der Buchung eingebettet sein – nicht nachträglich hinzugefügt werden.
• Incoterms: Klären Sie mit Ihren Kunden, wer die Frachtkosten sowie etwaige Zölle, Steuern und Gebühren trägt. Stellen Sie sicher, dass dies in allen Versanddokumenten vermerkt ist.
Mittelfristige Überlegungen
• Kostenmodellierung: Quantifizieren Sie die Auswirkungen von Zöllen und Bearbeitungsgebühren auf Ihr gesamtes EU-Sendungsprofil und überprüfen Sie Ihre Incoterms-Strategie sowie Ihre Preisgestaltung. Marge Implikationen.
• Fulfillment-Strategie: Für D2C-Versender mit hohem Versandvolumen können Lagerhaltung in der EU oder Zolllageroptionen wirtschaftlich sinnvolle Alternativen zum direkten Versand nach Großbritannien darstellen.
Wie ERA Group Kann helfen:
ERA Group Die Fracht- und Logistikspezialisten von [Name des Unternehmens] können Ihr Unternehmen wie folgt unterstützen:
• Überprüfung der aktuellen Speditions- und Abwicklungsstrategien.
• Zollbereitschaft und Compliance-Risiken bewerten
• Bewertung der IOSS- und DDP-Betriebsmodelle
• Identifizierung von Möglichkeiten zur Kompensation zusätzlicher Zollkosten durch Logistikoptimierung.



























































































