Effiziente Organisationen warten nicht zu lange, um Ineffizienzen anzugehen und Prozesse zu verbessern, erklärt Ronald Batenburg in seinem Expertenblog.
Kennst du das Gefühl, wenn man eine wichtige Aufgabe immer wieder vor sich herschiebt? Dieses wichtige Thema, mit dem man sich auseinandersetzen müsste, aber nie dazu kommt, weil immer etwas anderes Wichtiges oder sogar noch Wichtigeres dazwischenkommt? Kurz gesagt: Prokrastination. Eine Frage der Prioritätensetzung. Ganz klar.
Im hektischen Alltag geraten wichtige Angelegenheiten oft in Vergessenheit. Man weiß, dass sich etwas ändern muss, um effizienter zu arbeiten und Kosten zu sparen, aber es fehlt an Zeit oder Dringlichkeit. Dieses Phänomen wird als „Kosten der Untätigkeit“ bezeichnet.
Die Kosten des Nichtstuns umfassen alle versteckten Kosten, sowohl messbare als auch indirekt messbare, die entstehen, wenn Entscheidungen oder Verbesserungen verzögert werden. Dies können konkrete Kosten sein, wie beispielsweise entgangene Gewinne. Einsparungen Aber auch indirekte Kosten wie sinkende Mitarbeitermotivation oder verpasste Chancen entstehen. Aufgrund ihrer versteckten Natur unterschätzen viele Unternehmen die Auswirkungen oder räumen ihnen schlichtweg nicht genügend Priorität ein.
Doch worin genau bestehen diese Kosten? Und warum kann Aufschub im geschäftlichen Kontext so teuer werden?
Warum sind Verzögerungen so kostspielig?
In Kostenoptimierung Die Entscheidung, nichts zu tun, ist beispielsweise oft die teuerste. Lieferantenverträge werden automatisch verlängert, Preiserhöhungen häufen sich und Rechnungen werden nicht gründlich geprüft. Finanzdienstleistungen Der Schaden wächst unbemerkt weiter. Bis schließlich Maßnahmen ergriffen werden, können bereits Verluste in Höhe von Tausenden bis Millionen Euro entstanden sein. Einsparungen sind teilweise schon verloren gegangen.
Viele Organisationen nennen drei häufige Gründe für das Zögern von Maßnahmen:
- „Wir sind zu beschäftigt.“ Verständlich, aber Einsparungen Bei den verschobenen Gewinnen handelt es sich um einbehaltene Gewinne.
- „Es handelt sich nicht um eine große Ausgabe.“ Kleinere Lecks an 10 bis 15 verschiedenen Stellen Ausgabenkategorien In Kombination können sie tatsächlich zu enormen Verlusten führen.
- „Wir wollen die Beziehung zu unseren Lieferanten nicht stören.“ Oftmals ist es nicht nötig, einen Lieferanten zu ersetzen; vielmehr geht es um bessere Vertragsbedingungen, Transparenz und Verantwortlichkeit.
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Konkrete Folgen der Verschiebung
Ein praktisches Beispiel verdeutlicht die Auswirkungen. Ein potenzieller Kunde mit einem Jahresumsatz von 150 Millionen Euro, mit dem ich seit Monaten im Gespräch bin, hat jährliche Ausgaben von 7,5 Millionen Euro für eine seiner Kostenkategorien. Für diese spezifische Kategorie beträgt der Durchschnitt Einsparungen Das Einsparpotenzial liegt bei 12 Prozent, wie verschiedene Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit belegen. Jährlich entspricht dies Kosteneinsparungen von 900.000 €, die ohne Qualitätseinbußen erzielt werden können. Jahr für Jahr. Nicht durch geringere Einkäufe, sondern durch effizientere Einkaufsprozesse und bessere Vertragsvereinbarungen.
Diese Situation bestand bereits lange, bevor ich die ersten Gespräche mit dem Unternehmen aufnahm. Über zwei Jahre lang wurde das Problem immer wieder aufgeschoben, und intern wurde diskutiert, ob ein Einkäufer damit beauftragt oder externe Unterstützung hinzugezogen werden sollte. Die Kosten des Nichtstuns beliefen sich in diesem Fall also bereits auf weit über 2 Millionen Euro.
Der Gewinn geht also verloren, weil keine Maßnahmen ergriffen werden. Der Gewinn dieses Kunden beträgt lediglich 3,9 Prozent. Eine Optimierung würde den Gewinn demnach um 15 Prozent steigern. Denn Kostensenkungen wirken sich direkt positiv auf den Gewinn aus, da dieser sich aus den Einnahmen abzüglich der Kosten ergibt.
Was können Sie tun, um die Kosten des Nichtstuns zu vermeiden?
1. Analysieren Sie Ihre Ausgaben: Führen Sie eine Kostenanalyse der letzten 12 Monate durch. Gibt es Kategorien, die seit Jahren nicht überprüft wurden? Diese sollten Sie zuerst angehen.
2. Fordern Sie eine Unabhängig Perspektive: Manchmal sind interne Mitarbeiter zu nah am Thema, um Ineffizienzen zu erkennen. Eine externe Prüfung kann neue Erkenntnisse liefern. insights Die
3. Klein anfangen, groß denken: Verbesserungen müssen nicht immer mit Umbrüchen einhergehen. Manchmal führen kleine Anpassungen von Prozessen und Verträgen zu bedeutenden Verbesserungen.
4. Auswirkungen messen und kommunizieren: Quantifizieren Sie die Kosten des Nichtstuns, um innerhalb der Organisation Unterstützung zu schaffen. Wenn jeder die Kosten des Zögerns versteht, entsteht ein Gefühl der Dringlichkeit.
5. Eigentum und Verantwortung sicherstellen: Benennen Sie klar verantwortliche Personen, die sicherstellen, dass Einsparungen und dass Verbesserungspläne tatsächlich umgesetzt werden.
Die Zukunft beginnt heute
Die Lehre aus „Die Kosten des Nichtstuns“ ist eindeutig: Effiziente Unternehmen warten nicht zu lange, um Ineffizienzen zu beheben und Prozesse zu verbessern. Aufschieben ist ein stiller Killer für Rentabilität und Wachstum. Aus „später“ wird schließlich unbewusst „nie“. Indem Sie Ihre Kosten proaktiv managen und sparen, wo immer möglich, schaffen Sie Raum für Innovation, Wachstum und zufriedene Mitarbeiter.
Es ist besser, heute mit der Optimierung zu beginnen, als morgen verpasste Chancen zu bereuen. Welchen Schritt gehst du jetzt an?



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