Der Güterverkehr steht derzeit von nahezu allen Seiten unter Druck. Treibstoff, Routenwahl, Kapazität, geopolitische Unruhen und das Verhalten der Transportunternehmen tragen alle dazu bei, dass die Kosten schwerer vorherzusagen und zu kontrollieren sind.
Das dringlichste Problem sind derzeit die Treibstoffzuschläge. Diese sind zwar nicht neu, aber die Geschwindigkeit ihrer Erhöhung ist bemerkenswert. Ein Beispiel: In der neunten Kalenderwoche lag der Treibstoffzuschlag bei 8,9 %. Bereits sechs Wochen später, in der 15. Kalenderwoche, war er auf 25,4 % gestiegen. Das ist eine enorme Steigerung innerhalb kürzester Zeit.
Und das betrifft nicht nur eine Transportart. Alle Transportarten sind von Treibstoffkosten betroffen. Straßengüterverkehr, Palettennetzwerke, Seefracht, Luftfracht und Expressdienste spüren die Auswirkungen gleichermaßen. Wir haben kürzlich Beispiele von FedEx-Treibstoffzuschlägen von rund 50 % gesehen, und die Berechnung und Anwendung dieser Gebühren variiert stark zwischen den Spediteuren. Es geht nicht darum, dass sich jeder Zuschlag vermeiden lässt. Im aktuellen Markt sind manche Erhöhungen real. Wenn sich die Treibstoffversorgung verändert hat, die Transportwege länger sind oder die Spediteure einem höheren Betriebsrisiko ausgesetzt sind, kann ein gewisser Zuschlag gerechtfertigt sein.
Das bedeutet aber nicht, dass jede Erhöhung einfach hingenommen werden sollte.
Unternehmen sollten sich folgende Fragen stellen: Ist der Zuschlag angemessen? Wie wird er berechnet? Ist er an … gekoppelt? transparent Wird der Index ordnungsgemäß überprüft? Und ebenso wichtig: Sinkt der Aufschlag bei Marktveränderungen genauso schnell wieder, wie er gestiegen ist? Lieferanten erhöhen Aufschläge oft sehr schnell, sind aber unter Umständen weniger bereit, bei Preissenkungen zu reagieren. Genau darin liegt das wirtschaftliche Risiko. Eine vorübergehende Erhöhung kann unbemerkt Teil der Kostenbasis werden, wenn sie nicht aktiv überwacht wird.
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