Zu Jahresbeginn sah es so aus, als könnte sich der Verpackungsmarkt abschwächen. Die Nachfrage war nicht so hoch wie erwartet; es gab freie Kapazitäten am Markt, und die Preise schienen zu sinken.
Dann veränderte die Situation im Iran und im Nahen Osten das Bild.
Der Ölpreisanstieg hat unmittelbare Auswirkungen auf Verpackungen. Er betrifft direkt viele Kunststoffverpackungen, aber auch indirekt andere Bereiche mit hohem Energieverbrauch und hohen Transportkosten. Produzierendes Gewerbe Intensität. Bei Verpackungen steht nur sehr wenig für sich allein. Öl, Energie, Transport, Rohstoffe, Lagerbestände der Lieferanten und Lieferzeiten fließen alle in den Preis ein, den der Kunde letztendlich zahlt.
Um die Entwicklungen zu verstehen, verfolge ich zwei Schlüsselbereiche. Der erste ist LDPE (Polyethylen niedriger Dichte), ein nützlicher Indikator für Kunststoffverpackungen. Der zweite ist EUWID, das die Papier- und Wellpappenmärkte erfasst und so Aufschluss über mögliche Entwicklungen bei Kartons und verwandten Produkten gibt.
Die Preisentwicklung bei LDPE war beträchtlich. Von Januar bis Ende Mai stieg der Preis um 67,5 %, wobei der Großteil dieses Anstiegs im März und April stattfand. Einige Marktteilnehmer vermuten, dass der Höchststand erreicht sein könnte, doch dies hängt stark von der weiteren Entwicklung ab. Sollte sich die Lage erneut verschärfen und der Ölpreis weiter steigen, könnten wir weitere Preisbewegungen beobachten.
Diese Unsicherheit verändert bereits das Kaufverhalten.
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