Spanische Investoren haben ihre Investitionen in Öl und Gas seit Beginn des Krieges mit dem Iran verdoppelt




Spanische Investoren haben ihre Investitionen in Öl und Gas seit Beginn des Krieges mit dem Iran verdoppelt. Trotz der Unsicherheit ist es auf den Märkten nicht zu einer Panik gekommen, sondern vielmehr zu einem wachsenden Interesse daran, Chancen im Energiesektor zu nutzen, insbesondere bei Rohstoffen wie Rohöl und Erdgas.
Der Krieg im Nahen Osten hat das Interesse spanischer Investoren an Öl, Gas und anderen Rohstoffen stark ansteigen lassen. Von Panik kann keine Rede sein: Makler stellen fest, dass zwar Nervosität herrscht, es aber keine Kapitulation gibt, und dass sich die Investitionen in diese Vermögenswerte sogar verdoppelt haben. Der Handel mit Rohstoffen hat deutlich zugenommen, wobei sowohl das Handelsvolumen als auch das investierte Kapital gestiegen sind.
Energie-ETFs erfreuen sich einer besonders hohen Nachfrage, vor allem bei erfahrenen Anlegern, obwohl Finanzdienstleistungen vor ihrer Komplexität und ihren Risiken warnen, da viele mit Derivaten arbeiten, deren Preise vom tatsächlichen Marktpreis abweichen können. Dennoch sind einige der meistgehandelten Produkte an Öl und Gas gekoppelt, was angesichts der geopolitischen Lage eine opportunistische Strategie widerspiegelt.
Öl ist aufgrund der Erwartungen steigender Preise und hoher Volatilität zum begehrtesten Anlageobjekt geworden. Darüber hinaus gibt auch Erdgas Anlass zur Sorge, da die Preise steigen und potenzielle Versorgungsengpässe drohen, insbesondere in Europa, das davon stärker betroffen ist als die Vereinigten Staaten. Insgesamt führt die Energiekrise zu einer Zunahme der Investitionstätigkeit und macht die Anfälligkeit Europas in Bezug auf diese Ressourcen deutlich.
Manuel Velazquez, Partner bei ERA Group, beobachtet die weltweiten Preise, um die Margen der ERA-Unternehmen zu steuern, und erlebt seit Wochen angespannte Momente aufgrund der Auswirkungen, die steigende Brennstoff- oder Gaspreise auf verschiedene Branchen haben könnten.„Wir sehen Preisszenarien, die Anlass zur Sorge geben könnten“, räumt erim Falle von Gas ein, da die Preise selbst im besten Fall über 40 Euro pro MWh bleiben werden, was einem Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorkriegsniveau entspricht. Qatar Energy hat bereits eingeräumt, dass es drei bis fünf Jahre dauern wird, bis die Produktion in der Anlage in Ras Laffan wiederhergestellt ist, die 17 % der Produktionskapazität des Unternehmens ausmachte und 3 % des weltweiten Bedarfs an LNG (Flüssigerdgas) deckte, erklärt der Experte, der Italien als das am stärksten betroffene Land nennt. Das Land hat sich nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine nicht ausreichend vorbereitet, um seine Abhängigkeit von ausländischen Quellen zu verringern, wie es Spanien getan hat.
„Die aktuelle Preiskrise trifft Europa – wo Gas sechsmal so teuer ist – viel stärker als die USA, was unsere geostrategische Schwäche im Energiebereich widerspiegelt“ [Manuel Velazquez, Partner bei der ERA Group]

