Der Spätsommer und der Herbst sind die Hochsaison für Budgetverhandlungen in dänischen Unternehmen. Obwohl schwierige Entscheidungen getroffen und Prioritäten gesetzt werden, versäumen es viele Unternehmen, wesentliche Kostenposten anzugehen, bei denen selbst mittelständische Unternehmen oft jährlich Millionen Pfund einsparen könnten.
Ausländische Wettbewerber üben starken Druck aus, und der Fokus liegt auf der Wettbewerbsfähigkeit; dennoch bleiben manche Kostenbereiche unbeachtet (z. B. Finanzdienstleistungen ) oder erhalten lediglich ein allgemeines Einsparungen ohne konkreten Aktionsplan (z. B. Produktionshilfsmittel).
Dänische Unternehmen zögern, mit ihren Banken zu verhandeln
Genauso wie viele Privatpersonen selten die Bank wechseln oder sich überhaupt auf dem Markt umsehen, gilt das Gleiche auch für Unternehmen.
„Seit der Krise haben die Banken ihre Macht ausgebaut. Durch verschärfte Anforderungen an Kreditnehmer, unter anderem hinsichtlich des Cashflows, wurden vielen Unternehmen neue und ungünstigere Konditionen für ihre Bankkredite auferlegt. Den meisten Unternehmen ist nicht bewusst, welche Möglichkeiten sie haben, dies selbst in die Hand zu nehmen – sei es im Inland oder auf internationaler Ebene. Gleichzeitig gibt es keine Tradition, externe Berater hinzuzuziehen, um dieses Wissen bereitzustellen“, sagt Hans-Henrik Hansen, Country Manager bei ERA Group.
Die Neuverhandlung der Finanzdienstleistungen des Unternehmens kann jedoch der Beginn einer positiven Entwicklung hin zu einem verbesserten Cashflow und einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit sein. „Dänische Unternehmen verhandeln nur selten proaktiv mit ihren Banken über Konditionen. Nur wenige Mitarbeiter in den Unternehmen verfügen über die erforderlichen Bankkenntnisse, und es besteht möglicherweise die Befürchtung, dass sich die Kreditmöglichkeiten und -konditionen verschlechtern, wenn man versucht zu verhandeln. Genau deshalb ist das Potenzial so groß“, sagt Hans-Henrik Hansen.
Viele Unternehmen können durch Verhandlungen über Zinssätze, Kreditbedingungen, Kreditkartengebühren und Sicherheiten Einsparungen über 1 Million DKK erzielen.
Über 20 % Einsparungen Produktionshilfsmitteln
„Ein Unternehmen kennt zwar seine Rohstoffe, hat aber oft keinen Überblick über die Kosten für Produktionshilfsmittel und deren Preise – selbst wenn es in einer wettbewerbsintensiven Branche tätig ist. Betrachtet man die Artikel, die direkt in der Produktion zum Einsatz kommen, lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen, ohne dass die Qualität darunter leidet. Einsparungen 20 bis 30 % sind keineswegs ungewöhnlich“, sagt Hans-Henrik Hansen.
Viele dänische Unternehmen tätigen in verschiedenen Bereichen der Produktion Ad-hoc-Einkäufe. Ein guter Tipp ist es, feste Vereinbarungen zu treffen, um die Preise niedrig zu halten, und mit wenigen Lieferanten zusammenzuarbeiten. „Allzu oft überlassen Unternehmen es einzelnen Mitarbeitern, zu entscheiden, wo beispielsweise Kugellager bestellt werden“, sagt Hans-Henrik Skonning Hansen.
Externe Unterstützung kann die Wettbewerbsfähigkeit stärken
Die Budgetplanung sollte ein offener Prozess sein, bei dem Analysen und Vergleichswerte auf strukturierte Weise ermittelt werden. Angesichts der zahlreichen Wettbewerber im In- und Ausland kann es schwierig sein, allein ausreichende Informationen zu beschaffen, insbesondere zu den Kosten, denen in Unternehmen oft nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Mit externer Unterstützung können Unternehmen ausreichende Informationen einholen, um ihre Budgetziele zu erreichen, und dabei sicherstellen, dass dies zielgerichtet und unter Einbeziehung des Fachwissens der Zulieferbranchen geschieht.


























































































